Im Gespräch mit Florian Ruttner

Vor diesem Hintergrund wollte ich zeigen, dass es sehr wohl Unterschiede im Verständnis von Staat und Nation gab, und dass gerade Beneš mit seiner Analyse des Nationalsozialismus dieser vereinfachten Sichtweise opponierte und darauf beharrte, dass die „Volksgemeinschaft“ mehr war eine bloße Propagandaphrase, sondern durch die massenhafte Identifikation der Bevölkerung mit dem Nationalsozialismus sehr real wurde. Beneš war es auch, der in Reden nach dem Zweiten Weltkrieg sehr früh genau vor den Versuchen einer „Wiedergutwerdung der Deutschen“ warnte. All das macht ihn natürlich zu einem Hassobjekt.

Veranstaltungsreihe: Pangermanismus (Buchvorstellung)

Eine Skizze dieser Einschätzungen Benešs soll als Ausgangspunkt für Überlegungen zu den Differenzen und Gemeinsamkeiten eines völkischen und republikanischen Staatsbegriffs sein, wie auch dazu, die Grenzen des letzteren auszuloten.

Termine: 05.02 – Bremen, Jugendhaus Buchte, 20 Uhr; 06.02 – Hamburg, Studienbibliothek, 19 Uhr; 07.02 – Berlin, Loge (Friedrichshain), 19 Uhr.