Infantile Agitation XI

Auf der Welt gibt es viele Despoten: Baschar al-Assad, Ramsan Kadyrow, die Ayatollahs, Kim Jong Un – allesamt Männer, die grausame Regime unterhalten und ihre Feinde mit unerbittlicher Verfolgung, Folter und Mord heimsuchen. Aber es gibt einen Diktator der Gegenwart, der scheinbar alle anderen in den Schatten stellt: Die gute alte Datenkrake Google. Mit eiserner Hand herrscht sie über das Internet, immer bereit Daten zu sammeln, kostenlose, aber extrem nützliche Benutzerkonten bereit zu stellen und natürlich Kapital zu akkumulieren, was das amerikanische (!) Unternehmen zu einem der erfolgreichsten Unternehmen weltweit machte. Wo das Großkapital sitzt, liegt im traditionellen Verständnis der Linken auch die Großmacht, welche keinen demokratischen Regeln unterworfen ist und die gesellschaftliche Ordnung vor sich her treibt. Der digitale Diktator besitzt eine weltumspannende Einflusssphäre, dringt in die Computer und Köpfe, er ist kaum zu stoppen. Nur eine ausgefallene, so kluge Widerstandsmethode, dass sie jedem Stadtguerilla den puren Neid ins Gesicht treibt, lässt den Diktator fallen: Aushungern. Wir danken Sascha Lobo für diese schlaue Eingebung!

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